Kündigung einer Schwangeren – Entschädigung wegen Diskriminierung?

baby-216180_150Eine Arbeitgeberin kündigte ein Arbeitsverhältnis innerhalb der vereinbarten Probezeit. Kurz danach machte die gekündigte Arbeitnehmerin unter Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung geltend, bei Zugang der Kündigung schwanger gewesen zu sein.

Die Kündigung war demnach unwirksam, da keine behördliche Zustimmung zur Kündigung vorgelegen hatte. Dennoch hielt die Arbeitgeberin an der Kündigung fest.

Die Arbeitnehmerin klagte gegen die Kündigung und verlangte zusätzlich eine Entschädigung in Höhe von drei Bruttomonatsgehältern wegen Benachteiligung aufgrund des Geschlechts. Den Ausspruch der Kündigung hielt sie für eine Diskriminierung.

Die Kündigung wurde schließlich „zurückgenommen“.

Nach Ansicht des BAG konnte allerdings keine Benachteiligung der Arbeitnehmerin aufgrund ihres Geschlechts vorliegen, da die Arbeitgeberin bei der Kündigung keine Information über die Schwangerschaft der Arbeitnehmerin hatte.

Hinweis: Das BAG hat die Entschädigung nicht ausgeschlossen, wenn dem Arbeitgeber die Schwangerschaft bekannt ist. Diese Frage wurde offen gelassen.

Quelle:    BAG, Urt. v. 17.10.2013 – 8 AZR 742/12
Fundstelle:    www.bundesarbeitsgericht.de

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