Schmerzensgeld bei Mobbing: knapp 3 Jahre Untätigkeit unschädlich

mobbingEin Schmerzensgeldanspruch wegen Mobbings kann regelmäßig 3 Jahre lang geltend gemacht werden, bevor er verjährt.

Das Landesarbeitsgericht Nürnberg hat allerdings eine Klage, die nach 2 Jahren und 10 Monaten eingereicht wurde, abgewiesen. Alleiniger Grund: Verwirkung. Der Kläger war angeblich zu lange untätig.

Diese „effiziente“ Lösung ging dem Bundesarbeitsgericht zu weit. Es lehnte Verwirkung mangels treuwidrigem Verhaltens des Klägers ab und verwies zurück. Das LAG muss jetzt über den Schmerzensgeldanspruch entscheiden.

Expertentipp: Diese Entscheidung hilft Arbeitnehmern, die relativ lange mit der Geltendmachung ihrer Ansprüche warten. Dennoch sollte man nichts riskieren. Gehen Sie unverzüglich gegen Ihren Arbeitgeber vor. Oft gelten Ausschluss-/ bzw. Verfallsfristen für Ihr Arbeitsverhältnis. Arbeitnehmeransprüche „verjähren“ dann bereits nach wenigen Monaten.

QUELLE:

Pressemitteilung Nr. 65/14 des Bundesarbeitsgerichtes

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